Der kinesiologische Muskeltest – ein Arbeitsinstrument in der Kinesiologie

Der kinesiologische Muskeltest – ein Arbeitsinstrument in der Kinesiologie

Der Muskeltest wird oft mit der Kinesiologie verwechselt. Dabei ist der Muskeltest nicht mit der Kinesiologie gleichzusetzen, sondern er ist ein zentrales Arbeitsinstrument der kinesiologischen Praxis. Eine kinesiologische Sitzung kann auch ohne Muskeltest durchgeführt werden, und umgekehrt kann der Muskeltest auch ausserhalb der Kinesiologie verwendet werden. In diesem Blogbeitrag möchte ich dir ein besseres Verständnis des kinesiologischen Muskeltests und seiner Anwendung vermitteln.

Woher kommt der Muskeltest – Geschichte des Muskeltestens

Der kinesiologische Muskeltest ist seit sehr langer Zeit bekannt. Schon vor 2000 Jahren nutzte Hippokrates, der wohl berühmteste Arzt der Antike, das Muskeltesten zur Diagnose neurologischer Verletzungen bei Soldaten (Klinghardt, 2002). Auch die Hochkultur der Mayas kannte den Nutzen des Muskeltests. Aus Überlieferungen weiss man, dass sie auf diese Weise erkannten ob Wasser trinkbar ist, was zweifellos lebenswichtig war.

Das heute praktizierte Muskeltestverfahren basiert auf den Veröffentlichungen von Kendall und Kendall (1971).

Die präzisen Beobachtungen von Dr. George Goodheart, einem Chiropraktiker, führten zur Entdeckung und weiteren Erforschung der Verbindungen zwischen Muskulatur und Meridiansystem, bzw dem Körperenergiesystem. Dadurch entstand das breite Feld der angewandten Kinesiologie. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von kinesiologischen Methoden, die in Beratung, Coaching und Therapie angewendet werden. Der kinesiologische Muskeltest ist dabei die gemeinsame Technik, die alle kinesiologischen Methoden verbindet und somit die wichtigste Grundlage für Kinesiologen bildet.

Was ist der Muskeltest?

Der kinesiologische Muskeltest, das heisst, das Prüfen von Muskelreaktionen, ist also das zentrale Arbeitsinstrument der Kinesiologie und dient als körpereigenes Feedback-System. Er misst nicht die körperliche Muskelkraft des Klienten, sondern ermittelt den Energiefluss im Körper.

In der Kinesiologie bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Wenn sie im Einklang sind, kann die Energie frei durch den Körper fliessen. Das Gleichgewicht dieses Energieflusses kann durch die Wirkung äusserer und innerer Einflüsse (Prägungen, Gedanken, Gefühle, usw.) gestört werden. Diese seelischen oder körperlichen Einflüsse werden in der Kinesiologie als Stressoren bezeichnet. Sowohl belastende wie auch fördernde Stressoren lösen Veränderungen im Energiefluss und der Muskelspannung aus. Die Qualität der Muskelreaktion auf einen Reiz gibt der Kinesiologin Hinweise auf den Zustand des inneren Gleichgewichtes. So besteht die Möglichkeit, über den Muskeltest auch an Stressoren zu gelangen, die im Unterbewusstsein liegen und allein über Gespräche nicht erreicht werden können. Zum Unterbewusstsein zählen Dinge, welche wir zwar erlebt haben, an die wir uns jedoch nicht mehr erinnern können.

Mit dem kinesiologischen Muskeltest überprüfen wir somit die Wirkung von Gedanken, Gefühlen, verinnerlichten Überzeugungen, Handlungen oder anderen Einflüssen auf den Organismus und die Reaktion wird im Halten oder Nachgeben des Muskels sicht- und erlebbar
Der Muskeltest spiegelt also den Zustand des energetischen Gleichgewichts und macht ihn sicht- und erlebbar. Er dient als nonverbale Kommunikation mit dem Körper. Besonders wertvoll ist diese Fähigkeit, weil damit auch Reize identifiziert werden, die das Bewusstsein nicht registriert.

Nicht nur die Stressoren werden ermittelt, die Reaktion des Muskeltests wird auch genutzt für die Ermittlung der individuell optimal geeigneten Ausgleichstechnik (Balancemethode), die von einer Person benötigt wird um energetisch wieder ins Gleichgewicht zu kommen. In diesem Gleichgewicht ist wieder Selbstregulation möglich, um wichtige Schritte der Veränderung zu gehen, um gewünschte Ziele nachhaltig zu erreichen.

Wieso funktioniert der Muskeltest und wie wird er durchgeführt

Unsere Muskulatur hält unseren Körper aufrecht und erlaubt, auf Grund ihrer Fähigkeit zu Kontraktion und Extension, Bewegungen. Dies können unbewusste Bewegungen wie zum Beispiel die Kontraktion eines Blutgefässes sein, bis hin zum bewussten Gehen und Vorwärtsbewegen.
Die Aktivität unserer Muskulatur beschränkt sich nicht auf einfache mechanische oder kraftfordernde Tätigkeiten, sondern unsere Muskeln reagieren in jedem Moment auf das, was wir gerade denken, fühlen, empfinden und erleben. So bedingt jede Bewegung, motorisch wie emotional, eine komplexe Kommunikation innerhalb des Körpers. Die Muskulatur verrät also einiges über unseren physischen und psychischen Zustand.
Unsere Muskeln werden sowohl bewusst und willentlich über das willkürliche Nervensystem als auch unbewusst über das unwillkürliche bzw. autonome Nervensystem gesteuert. Bei Ersterem haben wir die Kontrolle über unsere Muskeln und die Bewegungen erfolgen über unseren Willen. Um auf Gefahren reagieren zu können, hat neben dem willkürlichen Nervensystem auch das autonome, das unbewusste Nervensystem Zugang zu unseren Muskeln. Um unser Überleben zu sichern, ist es viel schneller als das willkürliche Nervensystem. Sobald wir durch einen als gefährlich taxierten Auslöser alarmiert werden, übernimmt das unwillkürliche Nervensystem kurzzeitig die Kontrolle über die Muskelfunktion, um eine schnelle autonome Reaktion zu ermöglichen. Wir kennen diese Reaktion von einfachen Reflexen wie beispielsweise das automatische Wegziehen der Hand von einer heissen Herdplatte oder wenn wir weiche Knie bekommen als Reaktion auf eine emotional bedeutsame Nachricht. Die Kinesiologie nutzt diese Tatsache und testet über den Muskeltest die unmittelbare Reaktion des Körpers auf einen Reiz. Diese Entkoppelung der Muskeln von unserem bewussten Nervensystem dauert nur Millisekunden, doch sie genügt, um das Einrasten des Muskels zu verhindern und für den Therapeuten spürbar zu machen. Diese Entkoppelung passiert, wie erwähnt, nicht nur bei akuten Gefahren, sondern auch bei unterschwellig stressenden Reizen: Allergene, Information, Emotion, Akupunkturpunkte mit ihren zugehörenden Meridianen und vieles mehr.

Der Muskeltest kann so als körpereigenes Rückmeldesystem / Biofeedback-System eingesetzt werden und bietet die einzigartige Möglichkeit, Informationen über den energetischen, emotionalen, funktionellen und gesundheitlichen Zustand eines Menschen zu erhalten.

In der Kinesiologie wird der getestete Muskel als Indikatormuskel bezeichnet. Im Grunde kann jeder testbare Muskel am Körper als Indikatormuskel eingesetzt werden. Wird zum Beispiel der Deltoideus anterior getestest, kann auch vom «Armtest» gesprochen werden. Der Kinesiologe übt für einen Moment einen bestimmten Druck auf den betreffenden Muskel des Klienten aus, während dieser versucht den Muskel in der aktuellen Position zu halten. Entweder bleibt der Muskel im kinesiologischen Sinne stark und „eingerastet“ oder er wird für einen Moment weich und gibt nach. Die jeweilige Muskelreaktion ergibt so eine „Antwort“ auf die vorher festgelegte Fragestellung.

Ist der Muskeltest nicht direkt am Klienten anwendbar (z. B. bei Tieren, Babys oder Menschen mit Lähmungen), besteht die Möglichkeit, über einen Stellvertreter zu arbeiten.

Was sind die Grenzen des Muskeltests – Ethik des Muskeltesten

Wenn der Muskeltest ein körpereigenes Feedbacksystem ist, das auch Zugriff auf unser Un (ter) bewusstsein hat, kann dann jede Frage oder Unsicherheit im Leben ausgetestet werden? So verlockend das klingen mag, die einzig verlässliche Testantwort ist, ob Stress vorhanden ist oder nicht. Auf die Fragen «Soll ich meine Arbeitsstelle kündigen?» erhalten wir nicht ein «Ja oder Nein» als absolute Wahrheit oder gar Empfehlung. Die Muskelreaktion ist lediglich eine direkte Antwort auf die aktuelle Fragestellung, das heisst eine Momentaufnahme. Wir erfahren, ob die Frage zum Zeitpunkt des Tests einen Stress auslöst oder nicht. Um mit der Unterstützung des Muskeltests relevante Aussagen zu bekommen, braucht es Erfahrung des Therapeuten und die Fähigkeit, korrekte und eindeutige Fragen zu stellen und das Testergebnis zusammen mit dem Klienten, der vorangegangen Befundaufnahme und dem Gespräch in Bezug zu setzen. Weil der Muskeltest ein starkes Instrument ist, verlangt er Anwender, die ihn mit Respekt und Neutralität ausführen und ihn für Tests anwenden, die den therapeutischen Prozess positiv mitgestalten.

Eindrückliches Beispiel zum Muskeltest

Das eindrücklichste und schnellste Beispiel um den Muskeltest direkt zu erleben, ist der eigene Vorname. Die geteste Person sagt seinen richtigen Vornamen («Ich heisse …»). Der richtige Vorname, mit dem man schon sein ganzes Leben vertraut ist, löst im Nervensystem keinen Stress aus, das heisst auch keine spezifische Muskelreaktion. Wird jedoch beim Satz «Ich heisse …» ein fiktiver, falscher Vorname eingesetzt, löst dies Stress im Nervensystem aus und so wird der Muskel nachgeben, das heisst die Person kann den den Muskel nicht mehr willentlich halten.

Zusammenfassend möchte ich erwähnen, dass der Prozess jeder kinesiologischen Sitzung ganzheitlich und in ständiger Interaktion mit dem/der Klient*in ist. Der kinesiologische Muskeltest ist ein situationsbezogenes Arbeitsinstrument und liefert wertvolle Erkenntnisse zur persönlichen und gesundheitlichen Situation und über das vorhandene Potenzial. Er kann in jeder Prozessphase einer komplementärtherapeutischen Sitzung angewendet werden und ermöglicht die Wirkung äusserer und innerer Einflüsse zu erkennen, aber auch Antworten in Form eines Körperfeedbacks des Klienten zu erhalten, welche nicht vom Verstand beeinflusst werden können. So können Ungleichgewichte im Energiesystem aufgedeckt aber auch geeignete Ausgleichstechniken individuell ermittelt werden.

Bist du bereit, dein inneres Gleichgewicht zu finden?

Wenn du neugierig geworden bist und mehr über den kinesiologischen Muskeltest erfahren oder eine kinesiologische Sitzung vereinbaren möchtest, stehe ich dir gerne zur Verfügung. Ich unterstütze dich dabei, dein energetisches Gleichgewicht wiederherzustellen und dein volles Potenzial zu entfalten. Kontaktiere mich, um einen Termin zu vereinbaren oder weitere Informationen zu erhalten.

Harmonisiere deine Narben! Narbenentstörung mit Kinesiologie

Harmonisiere deine Narben! Narbenentstörung mit Kinesiologie

Jede Narbe hat ihre ganz eigene Geschichte. Auf der körperlichen und oft auch seelischen Ebene stehen diese Geschichten mit der Narbenentstehung in Zusammenhang und werden sozusagen im Körper „gespeichert“. Durch die Möglichkeit einer ganzheitlichen Aufarbeitung der Begleitumstände wirkt eine kinesiologische Narbenentstörung sehr nachhaltig.

Das Entstören von Narben ist leider ein wenig beachtetes, aber enorm wichtiges Thema. Narbenprobleme oder Narbenblockaden sind prinzipiell keine Seltenheit. Dabei ist die Art möglicher Probleme sehr individuell und vielfältig. Narben bedeuten für viele Menschen nicht nur eine optische Beeinträchtigung, sie können physische und psychische Symptome verursachen. Dabei ist die Intensität der vorausgegangenen Verletzung nicht der einzige Faktor, der zu beachten ist. Auch die Art der Verletzung hat einen entscheidenden Einfluss auf den Zustand der Narbe. Im wahrsten Sinne des Wortes markiert jede Narbe einen Einschnitt in unser Leben.

Durch kinesiologische Narbenentstörung wird der Energiefluss aktiviert, was zu einer spürbaren Reduzierung von Alltagssymptomen und einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität führen kann.

Was ist eine Narbe?

Narben variieren in ihrer Entstehung, Art und den Auswirkungen genauso stark wie unsere individuellen Lebenserfahrungen. Knochenbrüche, Operationen, Verletzungen, Verbrennungen, Tattoos, Piercings und sogar Impfungen wirken vernarbend und können Störungen in deinem Organismus bewirken. Auch Kaiserschnitte, Narben von Bauchspiegelungen und nicht zuletzt auch Schönheitsoperationen hinterlassen Narben. Und wir dürfen auch innere Narben nicht vergessen. Oft bedingen Operationen auch innere Narben, die verheilen müssen. Fast immer wird vergessen, dass auch der Bauchnabel eine Narbe ist. Liegt vielleicht noch ein Geburtsschock oder Geburtstrauma vor, ist meist der Bauchnabel auch involviert und sollte entstört werden.

Narben verringern den Energiefluss

Bei der Narbenbildung werden die durchtrennten Muskeln und das durchtrennte Hautgewebe durch trockenes, schwer leitendes und weniger durchblutetes Narbengewebe ersetzt. Je nach Verletzung ist das Narbengewebe oft hart, taub oder überempfindlich. Es kann sich durch Jucken, Stechen oder „Wetterfühligkeit“ bemerkbar machen. Diese Symptome sind erste Anzeichen dafür, dass der Energiefluss blockiert ist.

In unserem Körper fliesst die Lebensenergie Qi durch Energieleitbahnen, die Meridiane. Diese Energiebahnen fliessen an der Körperoberfläche sowie im Inneren und sind verbunden mit den Organen, den Körperfunktionen und der Psyche. Durch Narben ist der freie Fluss einzelner oder gar mehrerer Meridiane lokal blockiert, unterbrochen und gestört. Es kommt zu einem Energiestau oder einer Energieleere in den entsprechenden Meridianen. Die zugehörigen Organe oder Systeme werden dadurch unter- oder überversorgt. Dies führt zu reduzierter Leistungsfähigkeit, Fehlfunktionen von Organen und manchmal unerklärlichen Beschwerden. So können körperliche und seelische Leiden hier ihren Ursprung haben. Es können aber auch Symptome auftreten, die sich erst später zeigen und dann nicht mehr unmittelbar in Zusammenhang mit einer alten Narbe gebracht werden. So kann jede Stelle des Körpers durch eine Narbe negativ beeinflusst werden. Narben wirken sich also stark auf das gesamte Energieflusssystem des Organismus aus. Die Grösse der Narbe spielt dabei gar keine Rolle. Das gilt auch für Narben, an die wir gar nicht (mehr) denken.

Unsichtbare Narben

Unter einer sichtbaren Narbe kann auch eine unsichtbare Narbe als psychische Folge eines traumatischen oder stressreichen Ereignisses wirken. Eine Narbe hat in der Regel eine eigene Geschichte, die uns bewusst oder unbewusst auf verschiedene Arten belasten kann. Sowohl körperliche als auch seelische Erinnerungen, die mit der Narbenentstehung zusammenhängen, können in einer Narbe gespeichert werden. Erst durch die ganzheitliche Aufarbeitung dieser Begleitumstände wird der Erfolg der Narbenentstörung gesichert.

Für wen ist eine Narbenentstörung sinnvoll?

Die Narbenentstörung bietet sich für alle Menschen an, die unter Symptomen ihrer Narbe leiden. Diese Symptome können sich folgendermassen zeigen:

  • Juckreiz und Rötung rund um die Narbe
  • Spannungs- oder Taubheitsgefühle um die Narbenstelle
  • Wetterfühligkeit der Narbe
  • Durchblutungsstörungen
  • Muskelverspannungen
  • Narbenbedingte Schmerzen und Beschwerden
  • Einziehung oder Verhärtung des Gewebes
  • Bewegungseinschränkungen, Gelenksschwäche aufgrund der Narbe
  • Verdauungsbeschwerden z.B. nach einer Blinddarmoperation
  • Energiemangel (psychosomatische Blockaden)
  • Zyklusstörungen
  • ästhetische Probleme

Für Betroffene sind die ausgelösten Symptome mitunter eine enorme körperliche und auch psychische Belastung.

Als Beispiel möchte ich hier die Bedeutung der Kaiserschnittnarbe verdeutlichen. Nicht selten berichten Frauen von Taubheitsgefühlen oder Überempfindlichkeiten im Bereich der Narbe. Energetisch betrachtet liegt diese Narbe genau auf dem Meridian des Zentralgefässes. Dieser Meridian spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung unserer Emotionen, indem er uns zeigt, ob sie unser Leben bereichern oder blockieren. Ein blockiertes Zentralgefäss verhindert, dass diese Gefühle und Empfindungen klar ins Bewusstsein treten und sorgt so für emotionale Instabilität. Daher ist es nicht überraschend, dass Frauen mit einer Kaiserschnittnarbe oft Schwierigkeiten haben, ihre Gedanken und Gefühle zu sortieren und sich daher emotional überwältigt fühlen. Klientinnen beschreiben häufig eine störende Narbe als Hindernis für ihre emotionale Klarheit. Durch die Entstörung dieser Kaiserschnittsnarbe kann eine Klientin wieder in Balance kommen, sich schneller zentrieren, ihre Energie freisetzen und ihr Selbstwertgefühl stärken.

Narben kinesiologisch entstören – so geht es

Die Methode der Kinesiologie kann dabei helfen, Narbenblockaden sanft zu lösen und die Energie wieder zum Fliessen zu bringen.

Eine Narbenentstörung ist Teil eines therapeutischen Prozesses und der Ablauf sehr individuell. Je nach Intensität der Beschwerden und Grösse der Narbe kann eine Narbenentstörung eine ganze Sitzung in Anspruch nehmen oder ist Teil der Sitzung. Nach einer umfassenden Befundaufnahme, bei der wir verdeckte Zusammenhänge von Ort und Verlauf der Narbe und eventuellen Beschwerden besprechen, wende ich den Muskeltest (für mehr Informationen zum Muskeltest lese diesen Blogbeitrag) an, um festzustellen, ob eine Narbe „störend“, nicht im Gleichgewicht ist und so für dein System noch Stress auslöst. In der Kinesiologie verwenden wir eine kombinierte Methode aus manuellen und energetischen Techniken, um die Narbe zu entstören. Dazu integriere ich Klopfpunkte aus der Mentalfeld-Therapie (MFT), um den emotionalen Stress, der mit der Narbe und ihrer Entstehung verbunden ist, zu lösen. Am Ende der Sitzung wird die Narbenentstörung nachgeprüft und gegebenenfalls mit Hilfe von Unterstützungen (z.Bsp. Bachblüten, Affirmationen, ätherischen Ölen) noch zusätzlich integriert. Je nach Narbe benötigt die nachhaltige Entstörung der Narbe etwas Geduld und ein Auflösen von damit zusammenhängenden Themen. Wo nicht direkt lokal an der Narbe gearbeitet werden kann, arbeite ich reflektorisch, zum Beispiel über die Füsse. Pro Sitzung behandle ich nur Narben, die zum gleichen Zeitpunkt entstanden sind und auch da höchstens zwei bis drei Narben. Sonst wird das System überlastet und die Wirkung bleibt aus. Diese Behandlung sollte frühestens bei einer vier Monate alten und gut verheilten Narbe durchgeführt werden. Selbst ältere, verheilte Narben können mit einer Entstörung verbessert werden. Es ist nie zu spät dafür. Ist die Narbe entstört, kann die Körperwahrnehmung im Narbenbereich verbessert werden. Auch emotionale Aspekte können sich verändern. So kann die Energie wieder zirkulieren, Beschwerden verschwinden oder sich verbessern. Um die Behandlung nachhaltig zu unterstützen, ist es empfehlenswert, die behandelte Narbe auch zu Hause weiterhin zu pflegen. Im Folgenden findest du eine Anleitung, wie du dies am besten umsetzen kannst.

 

Fühlst du dich angesprochen oder hast du Fragen? Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme. So können wir dein Anliegen gerne unverbindlich telefonisch besprechen. Meine Sitzungen sind von den meisten Krankenkassen anerkannt und die Kosten werden bei entsprechender Zusatzversicherung anteilsmässig übernommen. Da die Versicherungsmodelle sehr unterschiedlich und individuell sind, empfehle ich dir abzuklären, wie deine Zusatzversicherung eine allfällige Kostenübernahme handhabt. Dies gilt auch für eine kinesiologische Narbenentstörung.

Möchtest du deine Narbe selbst entstören?

Diese Methode wird dich unterstützen. Wenn du selbst deiner Narbe etwas Gutes tun möchtest, dann kannst du folgende Massagetechnik mit einer Creme (z. Bsp. APM-Creme) oder wenn du mit ätherischen Ölen vertraut bist, kannst du dir dazu ein Massageöl selbst herstellen und anwenden. Achte auch hier darauf, dass die Narbe gut verheilt ist und der Auslöser drei Monate her ist. Creme oder öle zuerst die Narbe und das umliegende Gewebe mit reichlich Salbe oder Massageöl gut ein. Verschiebe die Narbe sanft kreisend, im Zickzack, sternförmig, waagrecht oder senkrecht mit 2-3 Fingern, so dass sich die umliegende Haut mitbewegt. Nur so hat die Narbenmassage ausreichend Wirkung bis in die Tiefe des Narbengewebes. Halte gleichzeitig die andere Hand an deine Stirn oder lass dies durch eine Vertrauensperson tun. Dies fördert die Blutzufuhr zum Vorderhirn und wirkt beruhigend, klärend und lösend. Passe den Druck und die Anzahl der Streichungen deinem Wohlbefinden an. Wiederhole diese Massage täglich, bis sich die Narbe besser anfühlt oder du eine Veränderung wahrnimmst.